Springe zum Inhalt

Heilpflanzen-Glossar

Heilpflanzen-Glossar

Hier habe ich für Dich eine kleine Auswahl an einheimisch wachsenden Heilpflanzen zusammen gestellt. Selbstverständlich habe ich Dir hier nur die Anwendungsmöglichkeiten aufgelistet, mit denen man bei Selbstmedikation keinen all zu großen Schaden anrichten kann 🙂

Darüber hinaus gibt es natürlich noch etliche pharmazeutisch aufbereitete Naturheilmittel mit besonders guter Wirkkraft. Solltest Du mehr darüber wissen wollen, vereinbare bitte dafür einen Termin.

Der LÖWENZAHN - auf botanisch: Taraxacum officinalis

Verwendbare Anteile: Wurzeln, Blätter, Blüten
(nicht verwendbar: der milchsaft-führende Stengel der Blüten!)
Enthält: Bitterstoffe, Vitamine C und B2, Kalium sowie Inulin

Wirkung: entzündungshemmend, galleanregend, harnfördernd, ver-dauungsanregend, als Frühjahrs-Kur

Verwendbar als: Frischpflanzenpresssaft (z. B. von Schönenberger), als pflanzen-heilkundliche Präparate, als Tee aber auch als bzw. im Salat (unter www.chefkoch.de gibt es einige schöne Rezepte)

Aber Achtung: Vor der Verwendung darauf achten, dass es kein Standort ist, an dem sich gerne Hunde "entleeren".

Das SCHÖLLKRAUT - auf botanisch: Chelidonium majus

 

gehört zur Familie der Mohnblütengewächse
Verwendbarer Anteil: Kraut (Wurzel, Blätter, Blüten)
Enthält: Alkaloide, Flavonoide, Saponine, ätherisches Öl
Wirkung: krampflösend, galleanregend, leicht schmerzlindernd,

 

 

Verwendbar: interne Anwendung eher als pflanzen-heilkundliche Präparate, aber folgende äußerliche Anwendung ist bei Warzen sehr zu empfehlen: Wenn man die Blätter/Stiele abzwickt, kommt ein frischer, gelber Milchsaft heraus - diesen direkt auf die betroffene Hautpartie auftragen, täglich für 2-3 Wochen, aber Achtung: hinterlässt schwarze Flecken auf der Haut (die sich erst nach mehreren Tagen weg waschen)

Das Gänseblümchen - auf botanisch: Bellis perennis

gehört zur Familie der Asteraceae (Korbblütengewächse)
Verwendbarer Anteile: Blüten und Kraut

Enthält: Saponine, Ätherische Öle, Bitterstoffe, Gerbstoffe

 

Anwendung: bei Kopfschmerzen, Schwindelanfällen, bei Hauterkrankungen, Muskelzerrungen oder Blutergüssen aufgrund von ungestümer Gewaltanwendung, bei schmerzhafter oder ausbleibender Regelblutung, auch zur Hustenlösung.

Das Gänseblümchen kann als Urtinktur (z. B. von Ceres), als Tee oder die Blüten auch als Beilage im Salat verwendet werden. Darüber hinaus ist es auch in weiteren Phyto-Mitteln enthalten.

Außerdem weist ein anderer Name der Pflanze "Maßliebchen" auch darauf hin, dass sie unterstützt, in der Liebe Mass zu halten (d.h. dämpft überschießende Potenz und Leidenschaftlichkeit).
Möglicherweise kommt daher auch die Verwendung des Gänseblümchens als "Liebesorakel": Er/sie liebt mich, er/sie liebt mich nicht... 🙂

Das Hirtentäschel - auf botanisch: Capsella bursa pastoris

Der Name leitet sich ab aus der herz-förmigen Form der Schoten, die an selbige erinnern, aus der Gattung der Kreuzblüten-gewächse.

Die Grundblätter (die man jetzt auf dem Bild nicht so sieht) sind sehr bodenständig und rosettenförmig angeordnet.

Verwendet werden: alle überirdischen Pflanzenteile (Blüten, Grundblätter und die Stängel mit den Hirtentäschel)

Inhaltsstoffe: Proteine & Aminosäuren, Flavonoide, Vitamin C

Anwendung: innerlich (z. B. als Tee): bei zu häufigen und/oder zu starken Monats-blutungen oder Nasenbluten
äußerlich: bei oberflächlichen blutenden Hautverletzungen

Der HUFLATTICH - auf botanisch: Tussilago farfara

aus der Familie der Korbblütengewächse.

Der Huflattich wächst in ganz Europa, bevorzugt auf lehmigen/tonigen Böden (Ödland, Schuttplätzen, Bahndämmen, Acker-/Wegränder).

 

Blütezeit: Im Feb./März leuchtend gelbe Blüten auf schuppig-behaarten Stängeln. Im Mai/Juni kommen dann die lang gestielten, herzförmigen handtellergroßen Blätter, die grob gezähnt + unterseitig weißfilzig behaart sind (diese sind es auch, die zu Heilzwecken verwendet werden).

Inhaltsstoffe: Schleimstoffe, Gerbstoffe, Bitterstoffe, Inulin, ABER AUCH Spuren von Pyrrolizidinalkaloiden (sind krebserregend und lebertoxisch)
==> daher bitte keinen Teeaufguss von selbstgepflückten Pflanzen machen, sondern lieber spezielle Züchtungen im Reformhaus kaufen!!

Wirkung: ist entzündungshemmend + (husten-)reizlindernd

Anwendung erfolgt bei akuten Katarrhen der Luftwege mit Husten + Heiserkeit, akuter leichter Entzündung der Mund- und Rachenschleimhaut sowie Chronischer Bronchitis.

Das Leberblümchen - auf botanisch: Hepatica nobilis,
auch: hepata trifoliata

aus der Familie der Hahnenfußgewächse

Blütezeit ist von März-April, die 6-9 Blütenblätter sind leuchtend blau bis blauviolett mit einem Kreis weißlicher Staubblätter sowie mit leberförmigen, dreilappigen glänzenden Blättern, deren Stengel weich + weißfilzig behaart sind.

Das Leberblümchen wächst in ganz (Nord-)Europa, bevorzugt in lichten Buchen- und Eichenwälder mit kalkhaltigen, basenreichen Lehmböden.

Inhaltsstoffe der frischen Pflanze (im Gegensatz zur ungiftigen, getrockneten) sind neben Anthocyanen, Gerbstoffen, Saponinen und Harzen etc. auch das Protoanemonin, das auf Haut oder Schleimhaut (innerliche Einnahme!) eine reizende Wirkung entfalten und zu Rötungen, Juckreiz oder auch Blasenbildung führen kann.

Wirkung & Anwendung: Aufgrund seiner harntreibenden, leberschützenden, schleimlösenden sowie schmerzlindernden Wirkung, wird das Leberblümchen (seinem Namen entsprechend) bei Leber- und Gallenkrankheiten angewendet.

Achtung, das Leberblümchen gilt in Deutschland (und weiten Teilen Österreichs) als „besonders geschützt“ und darf daher weder gepflückt noch ausgegraben werden.

Die Wegwarte - auf botanisch: Cichorium intybus

Der Name leitet sich ab aus dem griech Begriff intybus = Endivie. Tatsächlich ist sie auch verwandt mit dem Chicorée.

Die Wegwarte hat eine lange, spindel-förmige Wurzel (Rübenwurzel) und einen kantigen, hohlen Stengel, der bis zu 1 m hoch wird. Die Blätter sind unten fiederspaltig verästelte und oben eher lanzettlich. Sie wächst an Wegen, Waldrändern + Wiesen in Europa.

Die Blüten haben ein schönes hellblau (seltener rosa oder weiß) mit strahlen-förmigen Blättern, die sich nur bei Sonnenschein öffnen und sich mit der Sonne mitdrehen. Blütezeit und Erntezeit für das Kraut ist von Juli - September, Erntezeit für die Wurzel hingegen im Frühjahr + Herbst.

Verwendet werden: getrocknete Wurzel (z. B. als Kaffee-Ersatz!) und Kraut (als Tee)

Inhaltsstoffe sind Bitterstoffe, Chicoreesäure, Cumarine, Inulin, Fructose.

Wirkung: leicht cholagoge = gallenanregende Wirkung

Anwendung: bei Appetitlosigkeit & Verdauungsbeschwerden sowie
zur Anregeung von Magen, Gallenblase, Leber als Bittermittel (insbes. zusammen mit Löwenzahn)

Copyright Bilder: Alle Fotos aus eigenem Bestand.

Ja, auch diese Webseite verwendet Cookies. Hier erfährst Du alles zum Datenschutz.